Tucumán

Tucumán ist die kleinste Provinz Argentiniens, gehört aber zu den bevölkerungsreicheren Provinzen. Sie liegt im Nordwesten des Landes.  Ihre Hauptstadt ist San Miguel de Tucumán, die oft auch kurz Tucumán genannt wird.

Die Provinz gilt wegen ihrer besonderen Fruchtbarkeit als der Garten Argentiniens.  Feucht und warm ist es und man hört oft:  Jeder Samen, den man in die Erde steckt, wächst.  Traditionell wachsen vor allem  Zuckerrohr und Zitronen auf großen Plantagen.  Da die Besitzverhältnisse auch hier sehr ungerecht sind, gibt es viel Armut in der Provinz.

Die Stadt San Miquel de Tucumán wurde schon 1565 gegründet und hat dementsprechend ein sehr schönes  historische Zentrum.

Berühmt ist Tucumán, weil hier am 09. Juli 1816 vom Tucumán-Kongress die Unabhängigkeit von Spanien erklärt wurde.

Das Besondere an der Stadt ist außerdem, dass es – sicher auch wegen der lauen Nächte- ein ausgelassenes Nachtleben mit wunderbaren Restaurants, Kneipen und Tanzmöglichkeiten im Freien gibt.

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Arbeit in Tucumán 2009

Mein erster Einsatz als Coach-Teacher war in San Miquel de Tucumán im April/Mai 2009.  Ich arbeitete an der  Pasch-Schule Escuela  Técnica Nr. 2  “Obispo Colombres“ .

Technische Schulen in Argentinien sind berufsbildend,  d.h. zur Schulausbildung gehört auch eine Berufsausbildung. In diesem Fall zum u.a. Automechaniker und Elektrotrechniker.

Das Gebäude ist ganz neu und der Deutschraum mittlerweile sehr schön gestaltet. Im Mai wurde dieser Raum in einem feierlichen Akt eingeweiht.
Er erhielt den Namen Lucio Felipe Ungherini zu ehren des verstorbenen F. Ungherini, der sich in Tucumán bis zu seinem Tode sehr für die deutsche Sprache engagiert hat.
Seine Witwe María Angélica Ungherini ist heute Koordinatorin des Pasch-Projektes.
Die Tochter Sylvia Ungherini ist derzeit die einzige Deutschlehrerin an der Schule. Mit ihr habe ich
vier Wochen lang wunderbar zusammengearbeitet.
Wir haben den Deutschraum eingerichtet und gestaltet, mit den Pasch-Materialien Unterricht zusammen vor- und nachbereitet und etliche neue Ideen ausprobiert.
Es war ein echtes Co-Teaching.

Über mich

Von meiner Ausbildung her bin ich Realschullehrerin und Beratungslehrerin sowie Diplompädagogin aus Freiburg/Breisgau. Seit vielen Jahre wirke ich in der Lehreraus- und weiterbildung.
Zwischen 2002 und 2005 unterrichtete ich an dem Lehrerbildungsinstitut (Instituto de Formación Docente) in Filadelfia/Paraguay. Von 2007 bis 2010 lebte ich in Buenos Aires und arbeitete für das Goethe-Institut, bzw. als Coach-Lehrerin für das Pasch-Projekt und als Fortbildnerin auf Deutschlehrertagungen und für die Refo (regionale Fortbildung) der deutschen Schulen in Argentinien.
Was ist ein Coach-Lehrer?
Zur Unterstützung der Schulen, die 2009 Partnerschulen des Paschprojektes wurden, gibt es in Argentinien sogenannte Coach-Teacher. Ihre Aufgabe ist es, die Kolleg/innen, die Deutsch unterrichten, für einige Wochen lang zu begleiten, zu unterstützen und fortzubilden.